Konzeption
Vorwort
Die EKT Mini-Kids Salvator e.V. ist eine familienergänzende und familienunterstützende Einrichtung. Sie ist Teil des Allgemeinwesens und versteht sich als ein offenes Angebot für Eltern und Kinder aus unterschiedlichen Lebenssituationen.
Christen und Nicht-Christen können hier einander begegnen. Die EKT bietet somit einen Rahmen, den Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen und Religionen in eigene Erfahrung umzusetzen und zu gestalten.
Die hier stattfindende Erziehung ist eine religiöse wertorientierte Erziehung, die sich in der pädagogischen Atmosphäre, der Einstellung, Verhaltensweise und Handlung des pädagogischen Fachpersonals widerspiegelt.
Inhalt:
1. Allgemeine Informationen
1.1 Organisation und Verwaltung
Unsere Einrichtung ist eine senatsgeförderte Eltern-Initiativ-Kindertagesstätte,
die von einem ehrenamtlich tätigen Vorstand verwaltet wird.
Sie besteht seit dem 1. Januar 2004 und ist aus dem Miniclub Salvator Lichtenrade
e.V. hervorgegangen, den es vorher über 30 Jahre lang in Lichtenrade gab.
1.2 Standort und Kontakt
Wir sind in dem Gemeindezentrum der Katholischen Kirche
Salvator, am Pfarrer-Lütkehaus-Platz 1, in 12307 Berlin-Lichtenrade ansässig.
Dort dürfen wir nicht nur die Räume und die Außenanlagen mietfrei nutzen,
sondern werden auch sonst vielfältig von der Gemeinde unterstützt.
Telefonisch sind wir unter der Rufnummer 030/76 10 67 45 erreichbar.
Unsere Internet-Adresse lautet www.mini-kids-salvator.de.
1.3 Räumlichkeiten
Uns stehen zwei helle, gemütliche Räume, die durch einen
Flur mit-einander verbunden sind, zur Verfügung. Ein kindgerechter Waschraum
und die Mitbenutzung der Gemeindeküche vervollständigen das Gesamtbild unseres
Innenbereichs.
Unsere Außenanlage besteht aus einem großen Garten mit einem schönen Spielplatz.
1.4 Öffnungszeiten
Geöffnet haben wir montags bis freitags zwischen 07:30 und
15:30 Uhr.
Die Kernzeit, d.h. die Zeit, in der alle Kinder anwesend sind, liegt zwischen
08:30 und 12:30 Uhr.
Im Jahr haben wir insgesamt 25 Schließtage.
Den Hauptbestandteil bilden dabei drei Wochen (=15 Tage) während der Sommerferien
und der Zeitraum zwischen Weihnachten und Neujahr.
1.5 Betreuungsmöglichkeiten
Wir bieten:
Teilzeitplätze (5-7 Std. mit Mittagessen und Ruhezeit),
Ganztagsplätze (8 Std. mit Mittagessen und Ruhezeit)
Die Finanzierung erfolgt nach dem Kitakostenbeteiligungsgesetz, d.h. sie ist nach dem Einkommen der Eltern sowie der Kinderzahl gestaffelt.
1.6 Gruppenzusammensetzung
Unsere Kita bietet Platz für 22 Kinder im Alter von 2½ bis
6 Jahren.
Die gemischte Altersstruktur ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Konzeptes.
Dabei wird von uns eine homogene Alters- und Geschlechts-mischung angestrebt.
Die soziale Mischung unserer Kita gehört der bürgerlichen Mittelschicht
des Lichtenrader Umfeldes an.
Auch Kinder nichtdeutscher Herkunft besuchen unsere Einrichtung.
1.7 Personal
Die Kinder werden bei uns teils im Wechsel und teils gemeinsam
von fünf pädagogischen Fachkräften betreut. Diese arbeiten gleichberechtigt,
d.h. ohne Leitung im Team zusammen.
Als erste Ansprechpartnerin für alle Fragen und Anliegen steht Ihnen Frau
Ellen Bienert zur Verfügung.
Zu unserem Team gehören neben den pädagogischen Fachkräften noch ein/e junge/r
Frau/Mann im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und je nach Bedarf stundenweise
ein Hausmeister.
1.8 Verpflegung
Innerhalb der Betreuungszeit werden den Kindern bei uns
zwei Hauptmahlzeiten angeboten:
Das Frühstück bringen die Kinder in der Regel von zu Hause mit.
Das Mittagessen wird durch die Firma „Pro Agora – Bio-Catering", einen qualitativ
hochwertigen Lieferanten von Bio-Vollwert-Essen, sichergestellt.
Der Mittags-Nachtisch, der Nachmittags-Snack (frisches Obst) und die Getränke
werden von der Kita gestellt.
An besonderen Tagen (z.B. Weihnachtsfeier oder Fasching) kochen/backen die
Erzieherinnen gemeinsam mit den Kindern, bzw. werden die Eltern gebeten,
ein Buffet auszurichten.
1.9 Tagesablauf
Bringzeit / Freispiel 07:30 – 08:30 Uhr
In dieser Zeit haben die Kinder Gelegenheit, sich frei nach ihren Interessen
und Bedürfnissen zu beschäftigen, bzw. werden indivi-duell durch Konzentrationsspiele
gefördert.
Morgenkreis 08:30 – 09:15 Uhr
Zum Beginn der Kernzeit (Anwesenheit aller Kinder) bilden Erzieherinnen
und Kinder einen Stuhlkreis, begrüßen sich, erzählen von ihren Erlebnissen
und besprechen den Tag.
Frühstück 09:15 – 09:45 Uhr
Der Tischdienst (zwei Kinder der Gruppe im Wechsel) deckt die Tische für
das Frühstück. Alle Kinder waschen ihre Hände, setzen sich und packen ihr
von zu Hause mitgebrachtes Frühstück aus.
Das gemeinsame Frühstück beginnt mit einem Tischgebet.
Zähneputzen 09:45 Uhr
Im Anschluss an das Frühstück werden die Zähne geputzt.
Freispiel 10:00 – 10:30 Uhr
Wieder gibt es 30- 45 Minuten Gelegenheit für individuelle Beschäftigungen
oder gemeinschaftliches Spielen.
Projektbezogene Beschäftigung 10:45 – 11:30 Uhr
Zu Themen des Jahreskreises oder zu Interessengebieten der Kinder leiten
die Erzieherinnen gegebenenfalls unterstützt durch kompetente Eltern diverse
Beschäftigungen an.
Projektbezogen wird gemalt, gebastelt, gesungen, vorgelesen; es werden Exkursionen
gemacht oder Rollenspiele eingeübt.
Zusätzlich werden durch ausgebildete Fachkräfte montags im Wechsel Psychomotorik
(Sport) oder Musikalische Früherziehung und jeden Freitag ein Früh-Englisch-Kurs
angeboten.
Garten/Freispiel 11:30 – 12:30 Uhr
Nach der projektbezogenen „Arbeit" haben die Kinder Gelegenheit, sich im
Garten, im nahegelegenen Wald oder auf einem der umliegenden Spielplätze
„auszutoben".
Schlusskreis 12:30 Uhr
Der Vormittag endet mit einem gemeinsamen Schlusslied (Ende der Kernzeit
- Anwesenheit aller Kinder).
Mittagessen 12:30 – 13:15 Uhr
Die Kinder, die am Mittagessen teilnehmen, waschen sich die Hände und helfen
im Wechsel beim Austeilen der Speisen.
Nach einem gemeinsamen Tischgebet beginnt die Mahlzeit.
Abholen der „Mittagskinder" 12:30 – 13:30 Uhr
Die Halbtagskinder werden von ihren Eltern abgeholt.
Ruhezeit 13:30 – 14:00 Uhr
Die Nachmittagskinder halten eine halbe Stunde Mittagsruhe.
Je nach individuellen Bedürfnissen kann geschlafen oder einer ruhigen Beschäftigung
nachgegangen werden.
„Kaffeeklatsch" 14:00 – 14:15 Uhr
Kinder und Erzieherinnen setzen sich in gemütlicher Runde zusammen.
Es werden Obst, restliche Frühstücksbrote und Getränke angeboten.
Abholen der „Nachmittagskinder" 14:00 – 15:30 Uhr
Bis zum Abholen durch die Eltern wird drinnen oder draußen gespielt, gebastelt,
gelesen oder getobt.
2. Leistungen
2.1 Eingewöhnungskonzept – Übergang von der Familie in die Kita
Der Übergang von der Familie in die noch unbekannte Kita
ist für kleine Kinder eine große Herausforderung. Das Kind muss sich an
eine neue Umgebung anpassen, zu fremden Personen Beziehungen aufbauen, sich
an einen andersartigen Tagesablauf und an eine täglich mehrstündige Trennung
von den Eltern gewöhnen.
Die Eingewöhnungsphase beginnt in unserer Einrichtung mit einem sogenannten
Schnupper-Vormittag, den ein Elternteil gemeinsam mit seinem Kind zum gegenseitigen
Kennenlernen bei uns verbringt.
Die Ablösung von den Eltern wird dann nach genauer vorheriger Absprache
in sehr kleinen individuellen Schritten vollzogen und endet mit dem Zeitpunkt,
an dem das Kind Vertrauen zu den Erzieherinnen in der Kita gefasst hat und
verstanden hat, dass es nach einer gewissen Zeit immer wieder von seinen
Eltern abgeholt wird.
In der Regel dauert dies zwischen ein bis drei Wochen.
2.2 Leistungsangebote für die Kinder
Die Entwicklung und Förderung der Kinder wird auf vielfältige Weise vorangebracht:
Ausflüge
Basteln
Besichtigungen
Bilderbuchbetrachtungen
Büchereibesuche
Feste im Jahreskreis (Fasching, Sommerfest, christliche Feste etc.)
Frühenglisch
Führen von Sprachlerntagebüchern
Gesprächsrunden
Intensive Schulvorbereitung
Malen
Musikalische Früherziehung
Orientierung am Berliner Bildungsprogramm
Psychomotorik
Religiöse Erziehung
Rollenspiele
Schwimmkurse (nicht ständig im Programm)
Spielen
Sprachförderung
Theaterbesuche
Zahnärztliche Prophylaxe
2.3 Leistungsangebote für die Eltern
Eltern und Erzieherinnen kommunizieren offen und vertrauensvoll
miteinander und stehen in regem Informationsaustausch zum Stand der Lern-
und Entwicklungsprozesse.
Dies wird durch verschiedenste Kommunikationsmethoden kontinuierlich gewährleistet
(von A bis Z):
Aushänge mit Informationen für Eltern (Aktivitätsvorschau, Wochenrückblick
zur Projektarbeit, Speiseplan etc.)
Elternabende
Entwicklungsgespräche
Gemeinsame Organisation und Durchführung von Festen und Veranstaltungen
Mitgliederversammlungen
Referate zu Themenschwerpunkten
Schnuppertage für neue Kinder
Tag der offenen Tür
Tür- und Angelgespräche
Vorstandssitzungen
3. Bildungs- und Erziehungsziele
3.1 Entwicklung des Selbstwertgefühls
Jedes Kind ist anders und braucht individuelle Zuwendung.
Unser Ziel ist eine gesunde und optimale Entwicklung jedes einzelnen Kindes.
Im täglichen Umgang miteinander und durch gezielte Beobachtung werden Stärken
und Schwächen der Kinder erkannt und je nach Entwicklungsstand und Alter
gefördert. Dies geschieht in Einzelbetreuung, Kleingruppenarbeit oder auch
im Rahmen von Aktivitäten der ganzen Gruppe. Die Förderung des Selbstvertrauens
der Kinder in ihre Fähigkeiten liegt uns dabei sehr am Herzen.
Um unsere Ziele zu erreichen, sind wir bestrebt, den Kindern eine Wohlfühlatmosphäre
zu schaffen, in der Wiederkehrendes und Vertrautes Sicherheit geben.
Wir nehmen die Kinder an, wie sie sind und helfen ihnen, sich Schritt für
Schritt individuell zu entwickeln Wir unterstützen sie, sich aus dem vertrauten
Umfeld zu wagen und Unbekanntes kennen zu lernen.
3.2 Soziales Lernen
Kinder brauchen Orientierung und Halt, d.h. sie brauchen
wiederkehrende Ordnung, sowie klare und einsichtige Regeln und Grenzen.
Dies alles bieten wir ihnen in unserer Kita.
Bei uns finden sie Spielpartner und Freunde, mit denen sie das Miteinander,
um sich in Kindergarten, Schule und später in der Gesellschaft zurechtzufinden,
üben können. Wir vermitteln ihnen gutes soziales Verhalten.
Von den Erzieherinnen übernehmen die Kinder in Vorbildfunktion positive
Verhaltensweisen wie z.B. Hilfsbereitschaft den anderen gegenüber.
Außerdem lernen die Kinder in der Gemeinschaft, wie sie Konflikte eigenständig
lösen können.
Wir schaffen besonders während der Freispielzeit Freiräume, die die Kinder
nutzen können, um eigenverantwortlich und selbständig ihre Interessen wahrzunehmen
und zu lernen, sie durchzusetzen bzw. Kompromisse zu schließen.
Dabei sind wir für sie in allen Situationen Ansprechpartner.
3.3 Religiöse Erziehung
Da wir uns in den Räumen der Katholischen Salvator-Gemeinde
befinden, sind wir auch eng mit dieser verbunden und erziehen die uns anvertrauten
Kinder nach christlichen Wertmaßstäben.
Wir bieten den Kindern die Möglichkeit, christliche Grundwerte, an denen
sie sich orientieren können, kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, den Kindern
einen Zugang zu Gottes Schöpfung zu ermöglichen und ihnen einen verantwortlichen
Umgang mit dieser nahe zu bringen. Durch unser Vorbild - im täglichen Umgang
miteinander sind wir offen, tolerant und hilfsbereit - und unsere Erzählungen
aus dem Jahreskreis der Kirche versuchen wir, die christlichen Grundwerte
weiterzugeben.
Dies erreichen wir auch durch die Planung und Durchführung von religiösen
Feiern, bei denen die Kinder mit einbezogen werden. Beispiele hierfür sind
Erntedank, St. Martin, Nikolaus, Weihnachten und Ostern.
Bei religionspädagogischen Angeboten und Erzählungen aus dem Jahreskreis
hören die Kinder vom Leben und Wirken Jesu. Außerdem erfahren sie bei uns
das Gebet als Möglichkeit des Bittens und Dankens an Gott, der für die Vielfalt
unserer Schöpfung verantwortlich ist.
Diese Schöpfung wird den Kindern auch bei Naturbeobachtungen im Wechsel
der Jahreszeiten z.B. bei Spaziergängen oder in unserem Garten bewusst gemacht.
3.4 Selbständigkeit im Denken und Tun
Wir geben den Kindern die Möglichkeiten, sich zu entfalten
und motivieren sie zu schöpferischem Denken und Handeln, indem wir Freiräume
anbieten. Durch freies und selbständiges Tun können die Kinder ihre Fähigkeiten
ausprobieren und ihre Ideen verwirklichen.
Wir setzen den Schwerpunkt nicht auf das Endprodukt, sondern auf die Selbständigkeit
des Entstehungsprozesses.
Die Kinder haben die Möglichkeit, mit einem reichhaltigen und vielfach zu
gestaltendem Material (verschiedene Stifte, Papiere, Kleber, Farben und
unterschiedliche Materialien) selbständig zu planen und ihre Kreativität
zu entwickeln.
Im Freispiel entscheiden die Kinder für sich alleine oder gemeinsam, mit
was, wie lange und wie sie sich beschäftigen.
Die Überlegungen der Kinder sind uns auch bei der Planung und Durchführung
der Projektarbeit und deren jeweiliger Aufgabenstellungen sehr wichtig.
3.5 Differenzierte Förderung
Kinder sind wissbegierig und begeisterungsfähig. In ihrer
Entwicklung durchlaufen sie sensible Lernphasen, in denen sie für spezielle
Lernschritte besonders aufnahmebereit sind.
Unser Ziel ist es, sie optimal auf die Schule vorzubereiten.
Für das Schulleben brauchen die Kinder Ausdauer, eine differenzierte, sprachliche
Ausdrucksfähigkeit, eine positive Arbeitshaltung, sowie Freude und Motivation
neuen Herausforderungen gegenüber. Wir unterstützen ihre Kinder dabei in
allen Bildungsbereichen.
Die Kinder erwerben im Laufe ihrer Kindergartenzeit alters- und entwicklungsgerechte
Fähigkeiten und Fertigkeiten. Dies geschieht durch gezielte Angebote in
der Gesamt- oder in der Kleingruppe und durch spezielle Materialien.
Während zu Beginn der Kindergartenzeit der Grundstock in allen Bereichen
gelegt wird, haben die Kinder im weiteren Verlauf Gelegenheit, auf das bereits
Gelernte aufzubauen und es zu intensivieren.
Auf die sprachliche Ausdrucksfähigkeit unserer Kinder legen wir besonderen
Wert und fördern sie durch Erzählrunden aus dem eigenen Erlebnisfeld (im
Morgenkreis), durch Reime, Wort- und Rollenspiele und nicht zuletzt durch
häufige Bilderbuchbetrachtungen.
Im Rahmen der Projektarbeit ermöglichen wir den Kindern vielschichtige
Erfahrungsfelder auch außerhalb des Kindergartens.
Gerne beziehen wir hilfsbereite Eltern und kompetente Fachkräfte zur Unterstützung
der aktuellen Themengebiete mit ein.
Als Vertiefung und Abrundung von Erarbeitetem dienen Arbeitsblätter, Collagen
sowie Bastel- und Malarbeiten.
3.6 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Öffentlichkeitsarbeit
Durch die vielseitigen Themenbereiche, die wir im Kindergarten
erarbeiten, ergeben sich auch immer wieder neue Kontakte nach außen, wie
z.B. zur Kirchengemeinde, den umliegenden Schulen, der Polizei, der Feuerwehr,
der Bücherei, dem Zoo und diversen Museen.
Außerdem gewähren wir durch die verschiedenen Feste und Aktivitäten im Jahreskreis
(z.B. Baby-Basare, Erntedankfest, St. Martinsfest) der allgemeinen Öffentlichkeit
auch Einblicke in unsere Kita-Arbeit.
4. Planung und Gestaltung der pädagogischen Arbeit
4.1 Freispiel
Da das Freispiel für die soziale, emotionale und kreative
Entwicklung eines Kindes von großer Bedeutung ist, nimmt es in unserer Kita
einen hohen Stellenwert ein.
Während der Freispielzeit sind den Kindern verschiedenste Spielbereiche,
Spielsachen und Materialien zugänglich. Sie können dabei frei und selbständig
entscheiden, womit, mit wem und wie lange sie sich einer bestimmten Beschäftigung
widmen.
Die Freispielphase bietet den Kindern außerdem die Möglichkeit, sich mit
unterschiedlichen Arten der Konfliktlösung auseinanderzusetzen.
4.2 Projektarbeit
Bei der Projektarbeit wird den Kindern über einen längeren
Zeitraum mit Hilfe von passenden Büchern, Liedern, Bastelarbeiten und Exkursionen
ein Thema nahe gebracht. Die Auswahl des jeweiligen Projektes orientiert
sich an den aktuellen Interessen der Kinder (z.B. „Woher kommt meine Familie?",
„Wasser ist wertvoll!", „Eine Woche im Wald"), an den Jahreszeiten oder
auch an bestimmten Festen im Jahreskreis (Fasching, Ostern, St. Martin,
Weihnachten etc.).
Bei dieser themenbezogenen Arbeit werden zuerst die Inhalte und Ziele definiert
und mit den Kindern im Stuhlkreis besprochen. Das gemeinsame Entwickeln
konzeptioneller Ideen und deren altersadäquate Umsetzung runden anschließend
die Projektarbeit ab.
4.3 Altersbezogene Angebote
Um eine Über- bzw. Unterforderung der Kinder in der gemischten
Alters-struktur zu vermeiden, ist es bei bestimmten Beschäftigungsangeboten
erforderlich, die Gruppe altersmäßig aufzuteilen und die Projekte in Kleingruppen
zu gestalten. Dies kann z.B. bei Ausflügen, speziellen Bilderbuchbetrachtungen
und bei Bastelarbeiten notwendig sein.
Auch die zusätzliche musikalische Früherziehung, das Frühenglisch und die
Psychomotorik werden jeweils in zwei Kleingruppen angeboten.
4.4 Vorbereitung auf die Grundschule
Der Übergang von der Kita in die Grundschule hat für die
Kinder einen sehr hohen Stellenwert und wird von ihnen mit Spannung erwartet.
Die umfassende Vorbereitung auf dieses einschneidende Erlebnis ist uns ein
großes Anliegen.
In ihrem letzten Kita-Jahr vor der Einschulung werden die Kinder bei uns
beinahe täglich im Rahmen einer sogenannten Vorschulgruppe zusammengefasst
und spielerisch an alle Anforderungen herangeführt, die ein Schulkind erfüllen
muss.
Unterstützung erhalten wir dabei über Kontakte zu Lehrern und die Zusammenarbeit
mit den umliegenden Schulen.
4.5 Qualitätsentwicklung und –sicherung
Die Qualitätsentwicklung und –sicherung gehört zu den zentralen
Aufgaben jeder Einrichtung.
Um dem Qualitätsstandard gerecht zu werden, besuchen unsere Erzieherinnen
Fortbildungsmaßnahmen zu verschiedenen Themen und setzen sich mit aktueller
Fachliteratur auseinander.
Des Weiteren evaluieren wir in regelmäßigen Abständen unsere tägliche Arbeit
und unsere pädagogischen Konzepte, um so den Bedürfnissen der uns anvertrauten
Kinder stets gerecht zu werden.
5. Aufgaben der Eltern
Mit der Aufnahme ihres Kinder in unsere Einrichtung beginnt für die Eltern die Mitgliedschaft und gleichzeitig die Verpflichtung zur Mitarbeit in unserer Eltern-Initiativ-Kindertagesstätte. Sowohl die ehrenamtliche Tätigkeit unseres Vereins-Vorstandes als auch diverse Initiativen, bei denen Geld für den Erhalt und die Entwicklung der Kita eingenommen wird, liegen im Aufgabenbereich unserer Mitglieder und fördern auch gleichzeitig das Zugehörigkeitsgefühl zu unserer Einrichtung.
Zu den Initiativen gehören:
Einmal jährlich Ausrichten des Gemeindefrühstücks der
Salvator-Kirche (Kuchen backen, Brötchen zubereiten und Verkauf),
Kuchen backen und Verkauf beim Salvator-Gemeindefest,
Mitgestaltung unseres Kita-Sommerfestes,
Ausrichten von zwei Babybasaren der Mini-Kids (Auf- und Abbau und Kuchenverkauf),
Teilnahme und Mithilfe bei der jährlichen ökumenischen Erntedankprozession
der Lichtenrader Kirchen,
Backen von Martinsgänsen für das St. Martinsfest der Salvator-Gemeinde
An meine Eltern
(Unbekannter Verfasser)

Jeder junge Vogel muss einmal selbständig fliegen lernen.
Jeder junge Vogel muss einmal das Nest verlassen,
um weiter leben zu können.
Jeder junge Vogel wird dann seine eigenen Erfahrungen machen müssen.
Ich werde älter !
Meine Zeit im Kindergarten beginnt jetzt.
Wie der junge Vogel lasst mich fliegen lernen,
auch wenn ich anfangs notlanden muss !
Lasst mich mein Nest verlassen,
damit ich weiterleben kann !
Lasst mich meine eigenen Erfahrungen sammeln,
auch, wenn diese vielleicht schmerzen werden !
Ich liebe euch doch auch, wenn ich älter werde !